Der zahlungsdienstleister TapTapt wird von ausländischen Studenten verwendet, um Geld nach Indien oder Pakistan zu versenden. Doch der Dienst scheint auch für Kriminelle attraktiv zu sein.
So ermittelte die Staatsanwaltschaft Berlin gegen einen 25-jährigen Studenten wegen des Vorwurfs der Geldwäsche. Ein Freund soll ihn darum gebeten haben, Geld über seinen Account auf einen indische Account zu überweisen. Dass das Geld aus einem zuvor begangenen Betrug stammt, will er nicht gewusst haben. Auf einen Vorschlag seines Verteidigers Ehssan Khazaeli stimmte sie Staatsanwaltschaft Berlin einem Deal zu: Würde er innerhalb von drei Monaten den entstandenen Schaden wieder gutmachen, würde die Staatsanwaltschaft Berlin von der weiteren Verfolgung absehen und das Verfahren endgültig einstellen. Zwischenzeitlich hat er die Auflage erfüllt und das Verfahren wurde eingestellt. In einem ähnlich gelagerten Fall hatte ein 23-jähriger Student einen Betrag erhalten und auf ein indisches Konto weitergeleitet. Gegen einen Strafbefehl wegen des Vorwurfs der Geldwäsche hatte sein Verteidiger Ehssan Khazaeli Einspruch eingelegt und anschließend einen Deal ausgehandelt: Gegen Schadenswiedergutmachung und einer weiteren Zahlung an eine gemeinnützige Organisation würde das Verfahren endgültig eingestellt werden und dem Angeklagten eine öffentliche Hauptverhandlung erspart bleiben. Inzwischen hat auch er alle Auflagen erfüllt und das Amtsgericht Tiergarten hat das gegen ihn geführte Strafverfahren eingestellt.
Weitere neue Artikel
Ehssan Khazaeli
Rechtsanwalt
Strafrecht · Medienrecht
Kontakt
Kontaktieren Sie uns zu jeder Zeit.